Stellungnahme zum Rücktritt von Kardinal Lehmann als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz
Stuttgart, 15. Januar
Am Ende einer langen Amtszeit als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz darf man ohne Einschränkung auf Kardinal Lehmann die Worte anwenden, welche Kardinal Schröffer bei einem Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Kardinal Döpfner am 16. Oktober 1976 sprach:
„Was wird ein Bischof antworten, wenn die Frage an ihn ergeht: Zu deiner Zeit hat der Glaube abgenommen, ist die Glaubenskraft erlahmt, haben sich die Kirchen geleert, wurde die Treue zu den Lebensgesetzen erschüttert, ist der Wille zum Kind geschwunden, wurden viele Kinder nicht mehr getauft, haben sich die Ehescheidungsziffern erhöht, haben Priester die Reihen ihrer Mitbrüder verlassen, ist der Mut und die Kraft zur Totalhingabe des Lebens im Dienste Gottes und der Brüder in der Jugend erlahmt. Was hast du getan, um all dem entgegenzuwirken?“ (Klerusblatt 56, 1976, 279)
Wir hegen keine persönlichen Ressentiments gegen Kardinal Lehmann; aber wir danken Gott, dass er seinem Zerstörungswerk an der Kirche in Deutschland ein Ende gesetzt hat. Die Speerspitze gegen das ewige Rom ist gebrochen.
Gleichzeitig rufen wir alle Katholiken in diesem Land zum Gebet für einen Nachfolger auf, der all seine Kräfte dafür aufbringt, das Königtum unseres Herrn Jesus Christus über unser geliebtes Vaterland wieder Wirklichkeit werden zu lassen.
Gez. Pater Franz Schmidberger, Distriktoberer
Pressemitteilung zum Kauf von Gut Reichenstein als zukünftiges Kloster
Stuttgart, den 1. Dezember 2007
Der Besitzer von Gut Reichenstein, Herr Dr. Handschumacher und seine Frau Gemahlin haben am 29. November 2007 das von der Priesterbruderschaft St. Pius X. unterbreitete Kaufangebot für das Gut nach langwierigen Verhandlungen notariell angenommen. Damit steht der Ansiedlung einer Benediktinergemeinschaft in den ehemaligen Klostergebäuden 30 Kilometer südlich von Aachen nichts mehr im Wege.
Bis zur Gründung in ca. 3 Jahren werden jetzt die notwendigsten Renovierungs-arbeiten unternommen werden, um den Mönchen ein ihrer Berufung gemäßes Zuhause zu bieten.
Der Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. für Deutschland, Pater Franz Schmidberger, und seine Mitbrüder freuen sich von Herzen über den Abschluß des Geschäfts und über die Perspektive eines der Tradition der Kirche verpflichteten neuen Männerklosters im inzwischen neuheidnischen Deutschland.